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spacer vertikal Institut für
Angewandte
Pflanzenbiologie AG

Benkenstrasse 254a
CH-4108 Witterswil
+41 (0)61 485 50 70
kontakt[at]iap.ch


Simon Tresch, PhD Biology
simon.tresch[at]iap.ch
+41 (0)61 485 50 70
+41 (0)61 485 50 73 (Direkt)

Simon Tresch

Simon Tresch ist seit 2019 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Angewandte Pflanzenbiologie AG. Als Umweltgeowissenschaftler mit einer Dissertation in Bodenwissenschaften am FiBL und an der WSL mit Abschluss am functional ecology laboratory an der Université de Neuchâtel kann er sein Fachwissen in angewandten Versuchen im Wald einbringen und vertiefen. Seit 2021 ist er als Co-Leiter vom IAP mit zusätzlichen operativen Aufgaben unter anderem in der Leitung vom Laborteam tätig.


Ausbildung / beruflicher Werdegang

- Seit 2019 am IAP, seit 2021 in der GL vom IAP
- 215-2019 PhD Biology University of Neuchâtel
- 2012-2014 MSc Environmental Geoscience Uni Basel
- 2009-2012 BSc Geoscience Uni Basel

Laufende Projekte


≻ Pilotprojekt Eichenmonitoring im Auftrag vom Amt für Wald beider Basel

Eichen gelten als Zukunftsbäume für den Schweizer Wald. Seit kurzem häufen sich Meldungen über spezifische Krankheitssymptome welche zur Komplexkrankheit AOD (acute oak decline) gehören. Diese Krankheit wurde in der Schweiz seit ein paar Jahren sporadisch nachgewiesen. Ein Monitoring fehlt aber seither.

Das Feldteam vom IAP versucht seit dem Jahr 2023 mehr über diese Eichenkrankheit mit einem Pilotprojekt zusammen mit dem Amt für Wald beider Basel heraus zu finden. Das Erkennen einer Krankheit ist von grosser Wichtigkeit, um rechtzeitig phytosanitäre Massnahmen einzuleiten. Das primäre Ziel von diesem Pilotprojekt ist es, Daten über das Vorkommen von AOD Symptomen und dessen Verbreitung
in den Kantonen BL und BS zu sammeln. Dies wird benötigt, um Handlungsempfehlungen zu erarbeiten.

Mehr Infos finden sich im Faktenblatt "Akutes Eichensterben (AOD)  - Erkennung der Symptome und Massnahmen" welches in Zusammenarbeit mit dem Amt für Wald beider Basel erstellt wurde.


≻ Interkantonale Walddauerbeobachtung

Seit 1984 wird die Waldgesundheit im Auftrag von kantonalen Waldämter (AG, BE, BL, BS, GR, SO, TG, ZH) sowie Umweltämter (LU, NW, OW, SZ, UR, ZG) und mit der Unterstützung des Bundesamt für Umwelt (BAFU) Abteilung Wald untersucht.


Die Walddauerbeobachtung ist ein wertvolles Instrument zur Erkennung und Dokumentation von schleichenden, in den letzten Jahren auch von akuten Veränderungen in den Wäldern. Im neusten Waldbericht wurden die Auswirkungen des Klimawandels unübersehbar, und der Wert einer Beobachtungsreihe mit zahlreichen Flächen in den besonders stark betroffenen Gebieten wurde deutlich.

Alle vier Jahre werden die Auswertungen und Einsichten publiziert:

Projektperiode 2017-2021 Deutsch | English | Français | Italiano

≻ Baumgesundheit an Allee- und Parkbäumen in der Stadt Basel
Das IAP untersucht seit 1984 jährlich die Gesundheit von mehreren hundert Allee- und Parkbäumen in der Stadt Basel. Bis 2008 beschränkten sich die Untersuchungen auf Ahorne (Acer sp.), Rosskastanien (Aesculus sp.), Platanen (Platanus sp.) und Linden (Tilia sp). Ab 2009 wurden zusätzlich Hagebuche (Carpinus betulus), Zürgelbaum (Celtis australis) und Baumhasel (Corylus colurna) in die Untersuchungen miteinbezogen. Seit 2012 messen wir auch den Zuwachs dieser Bäume.


≻ Untersuchung der Bodenlösung
Seit 1997 werden in bestimmten Parzellen der Interkantonalen Waldauerbeobachtun die Bodenlösung zeitlich und räumlich hochaufgelöst analysiert. Zurzeit wird die Bodenlösung auf 46 Waldflächen verteilt über die ganze Schweiz (Envidat Eintrag) in verschiedenen Bodentiefen monatlich gemessen. Die Standorte decken ein sehr breites Spektrum an Schweizer Waldböden ab, mit Gradienten in Bezug auf die Höhenlage (290-1870 m), den Niederschlag (915-2211 mm), die Basensättigung 0-40 cm (6-100%) und die N-Deposition (10-81 kg ha⁻¹a⁻¹). Für jeden Standort und jede Bodentiefe sind acht Saugkerzen im Oberboden und fünf im Unterboden installiert. Die Tiefe variiert je nach Bodenbeschaffenheit. Folgenden chemischen Bodenlösungsindikatoren werden am Institut im Labor gemessen:
  - pH-Wert und Leitfähigkeit
  -
Anionen: Cl-, NO₃-, SO₂-
  - Kationen: Ca²⁺, Mg²⁺, K⁺, Na⁺, Mn²⁺, NH4⁺, Altot, Alorg
  - DOC

Weitere Informationen zu den Analysemethoden und Ergebnissen sind in Braun & Tresch (2020) zu finden. Die Langzeitmessungen der Bodenlösung bilden die Grundlage um Veränderungen der Waldbodenqualität frühzeitig zu erkennen. Die chemische Zusammensetzung der Bodenlösung ermöglicht den Vergleich und die Bewertung international vereinbarter kritischer Werte und Kriterien für den Säure-Basen-Zustand (Indikatoren: BC/Al-Verhältnis, pH-Wert, N-Konzentrationen in der Bodenlösung) sowie die Auswaschung von N, Al und basischen Kationen.


≻ Stickstoff Steigerungsversuch
Seit 1992 wird im Auftrag des Bundesamt für Umwelt (BAFU) die Wirkung von Stickstoffeinträgen auf Waldstandorte untersucht. Viele Waldstandorte in der Schweiz sind von übermässigen Stickstoffeinträgen betroffen, die Auswirkungen auf die Vitalität und Stabilität der Wälder haben. Die Einflüsse der erhöhten Stickstoffeinträge zeigen sich auf verschiedenen ökosystemaren Ebenen: in Böden durch Eutrophierung und Versauerung, in den Pflanzen durch Beeinträchtigung der Ernährung und letztlich des Wachstums. Gemäss dem Forschungskonzept Umwelt 2017–2020, Themenbereich «3.2.16 Wald und Holz» (BAFU 2016) sollen die Auswirkungen von kombinierten Einflussfaktoren auf den Waldzustand (Ozonbelastung, Stickstoffeintrag, Bodenversauerung und Nährstoffmängel durch Stickstoffeintrag, Schadorganismen, Klimawandel) untersucht werden.
Diese Informationen werden auch benötigt, um quantitative Schwellenwerte (Critical Loads) für schädigende oder noch zuträgliche Stickstoffeinträge abzuleiten. Die Schweiz hat sich mit Unterzeichnung des Übereinkommens über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung (Convention on Long-range Transboundary Air Pollution, LRTAP) verpflichtet, an der wirkungsbezogenen Arbeit der Konvention mitzuarbeiten (CLRTAP, Art. 7) . Mit dem Göteborg-Protokoll der Konvention Art. 8 verpflichten sich die Länder, weiter an der wissenschaftlichen Aufklärung der Ursache-Wirkungszusammenhänge von Stickstoff und anderen Schadstoffen in der Umwelt mitzuwirken. Diese Verpflichtung ist in der «Waldpolitik2020» (BAFU 2013, BBl 2011 8731) unter Ziel 7 adressiert: Die Schweiz arbeitet aktiv an internationalen Bestrebungen zur Reduktion der Stickstoffemissionen mit. Der Versuch dient diesem Ziel und wurde in der Vergangenheit schon dafür verwendet.

≻ Experimentelle Kalkung von Waldstandorten
Im Auftrag vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) Abteilung Wald werden gemäss der WTO-Ausschreibung auf drei tiefgründig versauerten und an Nährstoffen verarmten Waldstandorten die Wirkung einer Bodenschutzkalkung auf die Böden und die Vitalität der Bäume untersucht.

«Experimentelle Kalkung» | Flyer DE   «Le chaulage expérimental» | Flyer FR


≻ BENCHMARKS EU Horizon Projekt (2023-2027)
BENCHMARKS (Building a European Network for the Characterisation and Harmonisation of Monitoring Approaches for Research and Knowledge on Soils) ist ein EU Horizon Projekt, in welchem es darum geht die Bodenqualität in unterschiedlichen Landnutzungstypen (Landwirtschaft, Forst und urbane Böden) zu evaluieren. Ziel von BENCHMARKS ist es, ein europäisches Netzwerk aufzubauen, das ein gemeinsames Verständnis für das Monitoring und die Einschätzung der Bodengesundheit über eine Reihe von Landnutzungen und klimatische Bedingungen hinweg schafft. BENCHMARKS wird definieren, wie die Bodengesundheit zu messen ist, und kontext- und raumbezogene Messverfahren vom Feld bis zur europäischen Ebene bereitstellen. Innerhalb Multi-Stakeholder-Partnerschaften zielt BENCHMARKS darauf ab, Seite an Seite mit Landnutzer*Innen die Bodengesundheit fördern.
Das IAP ist zusammen mit dem FiBL Projektpartner für die Untersuchungsflächen in der Schweiz. 


Ausgewählte Publikationen

Tresch S, Roth T, Schindler C, Hopf SE, Remund J, Braun, S. 2023. The cumulative impacts of droughts and N deposition on Norway spruce (Picea abies) in Switzerland based on 37 years of forest monitoring. Science of the Total Environment. 892 | PDF
Braun S, Hopf SE, Tresch S. 2022. Ein Baum mit verfrühtem Laubfall kann sich wieder erholen. Wald und Holz 11/22, S. 18-20 | PDF

Bobbink R, Loran C, Tomassen H, Aazem K, Aherne J, Alonso R, Ashwood F, Augustin S, Bak J, Bakkestuen V, Braun S, Britton A, Brouwer E, Caporn S, Chuman T, de Wit H, de Witte L, Dirnböck T, Field C, Garcia H, Geupel M, Velle L, Hilbrunner E, James A, Jones L, Karlsson P, Kohl L, Manninen S, May L, Meier R, Perring M, Prescher A, Remke E, Roth T, Scheuschner T, Ssymank A, Stevens C, Thrane J, Tömmervik H, Tresch S, Ukonmaanaho L, Van den Berg L, Vanguelova E, Wilkins K, Zappala S. Review and revision of empirical critical loads of nitrogen for Europe. Texte Umweltbundesamt 110/2022, 385 S. | PDF 

Braun S, Hopf SE, Tresch S, Remund J, Schindler C. 2021. 37 Years of Forest Monitoring in Switzerland: Drought Effects on Fagus sylvatica. Frontiers in Forests and Global Change | PDF

Hopf SE, Tresch S. de Witte LC, Braun S. 2021. Anhaltende Versauerung der Waldböden. Wald und Holz 6/21, S. 27-30  | PDF | Literaturverzeichnis

Braun S, Tresch S and Augustin, S. 2020. Soil solution in Swiss forest stands: a 20 year's time series. PLOS ONE | PDF