Bodenverdichtung
 
Bei Räumungsarbeiten nach dem Sturm Lothar wurden die Böden vielerorts durch den Einsatz schwerer Maschinen verdichtet. Dies ist vor allem auf sauren tiefgründigen Böden ein Problem, da hier die Lockerung infolge einer kleinen Anzahl von Regenwürmern gering ist. Noch 3-4 Jahre nach dem Sturmereignis Lothar ist die Wasserversickerung in den verdichteten Bereichen stark vermindert. Beim Jungwuchs ist eine deutliche Hemmung der Tiefenverwurzelung festzustellen, was sich wiederum nachteilig auf die Stabilität des künftigen Waldbestandes auswirken kann.
Auf verdichteten Waldböden versickert das Wasser nur noch sehr langsam. Es stellen sich Binsen als Nässezeiger ein. Da das Regenwasser nicht mehr versickern kann, ist die Gefahr von Erosion erhöht.
      
In nicht verdichtetem Boden (links) wachsen die Wurzeln von jungen Buchen tiefer und mehr nach unten, während im verdichteten Boden (rechts) die Wurzeln verkrümmt sind und weniger in die Tiefe vordringen (beide Bilder gleicher Massstab). 
Nach dem Sturm Lothar natürlich verjüngte Buchen wurzeln tiefer, wenn sie sich auf nicht verdichteten Stellen entwickeln, als wenn sie auf verdichtetem Boden wachsen.